Lesetipps

Hörbuchtipp

Hörprobe  auf der Seite des Verlages Hörbuch Hamburg.

Sten Nadolny ist mit seinem Roman „Das Glück des Zauberers“ ein wunderbares, berührendes Gesellschaftsporträt vom 1. Weltkrieg bis heute gelungen. In seinem unvergleichlichen Stil schafft er gleichzeitig Distanz und persönliches Mitfiebern mit seinem Protagonisten, dem Zauberer Pahroc, und den großen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Pahroc gibt in 12 Briefen seine Lebensgeschichte und sein gesamtes Wissen über die Zauberkunst an seine Enkelin Mathilda weiter. Er lässt zwar am Ende schreiben: „Du hast sicher längst erraten: Ich habe nie zaubern können, schon gar nicht als Meisterzauberer!“ Doch bleibt dieses Ende offen, so dass viel Raum für die Fantasie des Hörenden bleibt.

Nadolnys Text wird meisterhaft gesprochen von den Schauspielern Otto Mellies, Gerd Grasse und Frauke Poolman, die mit ihrer besonderen Sprechweise dafür sorgen, dass die Figuren des Romans lebendig werden, insbesondere Pahroc. Und sie tragen wesentlich dazu bei, dass die Magie, die Wunder, die es zu den schlimmsten Zeiten immer gegeben hat, greifbar werden.

 

Lesetipp für Kinder ab 9 Jahren

11 Tage mit Papa_Cover

Naomi weiß nicht recht, wie ihr geschieht, als ihre Eltern ihr eröffnen, dass sie sich trennen werden. Auf einmal gibt es ein «Davor» und ein «Danach». «Davor» war Papa ständig in seiner Arbeit vergraben und fast nie da. «Danach» zieht er in ein schickes Appartement um, beginnt für Naomi zu kochen und plant eine Unternehmung nach der anderen. Irgendwie findet Naomi es richtig spannend, ihren Vater so neu kennenzulernen. Aber manchmal wird es ihr fast ein bisschen zu viel. Sie hat ja kaum noch Zeit für ihre beste Freundin Valentine! Wie soll sie Papa bloß sagen, dass er sie auch mal loslassen muss? Denn verletzen möchte sie ihn ja auch nicht. Alles gar nicht so einfach. Aber Naomi wird es schon hinkriegen! (Covertext)

La Libre Belgique: „Eine Familiengeschichte von heute, die erfrischt und ohne Schuldzuweisungen auskommt.“

 

Leseprobe (pdf)

 

Hörbuchtipp

Cover des Hörbuchs Gail Honeyman: "Ich, Eleanor Oliphant"

 

Hörprobe  auf der Seite des Bastei Lübbe Verlags.

Eleanors Leben ist komplett durchstrukturiert. Sie weiß immer, wann sie wo ist und was sie als nächstes macht. Ihre stets gleichen Gewohnheiten geben ihr Sicherheit, doch ist sie sehr einsam. Einfach so in ein Restaurant Essen oder ins Kino gehen, ist für Eleanor unvorstellbar. Doch als sie sich verliebt, beginnt sie, ihre Angewohnheiten zu durchbrechen und erkennt dabei, was wirklich wichtig ist im Leben: Hoffnung, Ehrlichkeit, Freundschaft.

Die bekannte Schauspielerin Laura Maire versteht es meisterhaft, die Figur Eleanor Oliphant lebendig werden zu lassen. Von Anfang an entsteht das Gefühl, an Eleanors Leben teilzuhaben und ihren Weg mit ihr zu gehen. Die Figur berührt in zweifacher Hinsicht: auf der einen Seite möchte man sie in den Arm nehmen und auf der anderen wach rütteln.

Gail Honeyman ist in ihrem Debütroman eine unvergleich berührende und sensible Charakterzeichnung einer Außenseiterin der Gesellschaft gelungen, die durch die einzigartige Stimme von Laura Maire zum Leben erwacht.

Die Hamburger Morgenpost, 27.04.2017, Renate Pinzke:
„Honeymans Romandebüt ist ein besonderes, zutiefst ergreifendes Buch, das lange nachhallt – und das man einfach lieben muss.“